30.07.2026: Nach der Reise ist vor der Arbeit

Unsere Ghana-Reise Anfang 2026 war intensiv, spannend und an manchen Stellen durchaus nervenaufreibend. Mehr als 850 PCs und Laptops konnten im Rahmen unserer Projekte verteilt und bereits größtenteils an ihre vorgesehenen Einsatzorte gebracht werden.

Mit der Rückkehr nach Deutschland war die Arbeit damit allerdings keineswegs beendet. Im Gegenteil: Nach einer solchen Reise beginnt ein großer Teil der Arbeit erst.

Ist wirklich alles dort angekommen, wo es hingehört?

Nach der Verteilung der Geräte gilt es zunächst, den Überblick zu behalten. Sind alle Spenden an den vorgesehenen Schulen, Hochschulen und Einrichtungen angekommen? Gibt es Rückfragen? Fehlt irgendwo noch etwas? Funktionieren die Geräte wie vorgesehen? Müssen Informationen, Zubehör oder zusätzliche Unterstützung nachgereicht werden?

Unser Zwischenlager in Accra. Von dort aus haben wir mit unseren Projektpartnern die Verteilung der Spenden organisiert.

Viele dieser Fragen lassen sich nicht mit einer einzigen Nachricht beantworten. Deshalb stehen wir auch nach der Reise in engem Kontakt mit unseren Projektpartnern in Ghana.

WhatsApp, E-Mail, Videokonferenzen und Telefonate gehören inzwischen ganz selbstverständlich zu unserer täglichen Arbeit.

Kontakte pflegen und Projekte weiter begleiten

Für uns endet ein Projekt nicht mit der Übergabe eines Computers, eines Laptops oder eines anderen technischen Gerätes.

Unsere Zusammenarbeit mit den Partnern in Ghana ist langfristig angelegt. Deshalb gehört es zu unserer Arbeit, regelmäßig nachzufragen, Entwicklungen zu verfolgen und gemeinsam Lösungen zu suchen, wenn Probleme auftreten.  Die Schaffung einer Wartungskultur ist ein zentraler Aspekt unserer Arbeit. Nur so können wir gewährleisten, dass die Geräte möglichst lange unter den schwierigen Bedingungen in Ghana funktionieren.

Gerade nach einer großen Verteilaktion entstehen viele praktische Fragen. Manchmal geht es um technische Details, manchmal um organisatorische Fragen und manchmal einfach darum, die richtigen Ansprechpartner miteinander zu verbinden.

Diese Arbeit ist deutlich weniger sichtbar als die eigentliche Verteilung vor Ort – aber mindestens genauso wichtig.

Es ist geschafft – der Container ist leer!

Und dann ist da noch der Verein selbst

Parallel zur Projektarbeit läuft natürlich auch die ganz normale Vereinsarbeit weiter. Spenden müssen dokumentiert, Anfragen beantwortet, Termine abgestimmt und neue Aktivitäten vorbereitet werden. Institutionen wenden sich an uns mit Angeboten für Sachspenden oder mit Fragen zu möglichen Kooperationen. Gleichzeitig erreichen uns immer mehr individuelle Anfragen aus aller Welt.

Das freut uns sehr – verursacht aber natürlich auch Arbeit und bringt uns sehr an unsere Grenzen.

Viel Arbeit, die man von außen kaum sieht

Die eigentliche Reise lässt sich leicht erzählen: viele Menschen, viele Begegnungen, viele Kilometer, viele Geräte und viele besondere Momente (vgl. dazu die Berichterstattung hier auf unserer Internetseite). Die Wochen und Monate danach sehen anders aus. Dann sitzen wir wieder vor Computern, beantworten Nachrichten, prüfen Listen, stimmen uns mit Partnern ab, kümmern uns um neue Spendenangebote und versuchen, die vielen offenen Punkte Schritt für Schritt abzuarbeiten.

Das ist weniger spektakulär. Aber genau diese Arbeit sorgt dafür, dass aus einer einmaligen Aktion nachhaltige Projektarbeit wird.

Mehr als 850 Geräte – und noch lange nicht fertig

Die Verteilung von mehr als 850 PC, Laptops, Netzwerk-Equipment und interaktiven Großbildschirmen war ein wichtiger Meilenstein. Für uns ist sie aber nicht der Abschluss, sondern Teil eines längeren Prozesses. Jetzt geht es darum, sicherzustellen, dass die Geräte dort genutzt werden, wo sie gebraucht werden, dass unsere Partner Unterstützung erhalten und dass wir aus den Erfahrungen dieser Reise für die nächsten Projekte lernen.

Unsere To-do-Liste ist deshalb auch Wochen nach der Rückkehr noch ziemlich lang. Aber genau das gehört zur Arbeit von HITA. Falls Du/Sie Lust haben, uns in dieser Arbeit zu unterstützen, melden Sie sich bitte bei unserer Geschäftsstelle (geschaeftsstelle@hita-ev.org).

Denn nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit endet nicht mit der Übergabe einer Spende. Sie beginnt oft erst danach.

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