30.09.2026: Update 1Bed4All. Endlich!
Weitere 60 Krankenhausbetten erreichen ihren Bestimmungsort in Ghana.

Nach fast drei Jahren voller Herausforderungen gibt es endlich wieder gute Nachrichten von unserem Projekt „1Bed4All“: Weitere 60 hochwertige Krankenhausbetten einschließlich Matratzen und Zubehör konnten aus dem Hafen von Tema freigegeben und an Gesundheitseinrichtungen in der Bono-Region übergeben werden. Ein großer Erfolg für HITA und unsere engagierten Partner in Ghana – und vor allem eine gute Nachricht für die Menschen, die dringend auf eine angemessene medizinische Versorgung angewiesen sind.

Die aktuelle Lieferung ist Teil unseres Projekts „1Bed4All“, in dessen Rahmen insgesamt 180 Krankenhausbetten aus Deutschland für Gesundheitseinrichtungen in der Bono-Region bereitgestellt wurden. Mit der nun erfolgten Übergabe konnten bereits 120 der insgesamt 180 Krankenhausbetten an zehn Gesundheitseinrichtungen ausgeliefert werden. Ein wichtiger Meilenstein, auf den wir lange hingearbeitet haben.

Wenn Patienten auf dem Boden liegen müssen

Was in Deutschland kaum vorstellbar ist, gehört in manchen Gesundheitseinrichtungen Ghanas noch immer zum Alltag: Patienten müssen auf dem Fußboden liegen, weil nicht genügend Krankenhausbetten zur Verfügung stehen.

Auf diese schwierige Situation machten Studierende der Catholic University of Ghana aufmerksam. Während ihrer praktischen Ausbildung in verschiedenen Krankenhäusern hatten sie wiederholt erlebt, dass Patienten auf dem Boden behandelt und gepflegt werden mussten.

Die Folgen betreffen nicht nur die Patienten. Auch für das medizinische Personal bedeutet diese Situation eine erhebliche Belastung. Pflegekräfte und Ärzte müssen sich häufig über längere Zeiträume bücken oder hinknien, um die Patienten versorgen zu können.

Professorin Prudence Portia Mwini Nyaledzigbor, ehemalige Dekanin der Fakultät für Pflegewissenschaften und Hebammenwesen der Katholischen Universität, kannte diese Zustände aus eigener Anschauung. Sie ergriff die Initiative und wandte sich mit der Bitte um Unterstützung an HITA e. V.

Ohne engagierte Partner vor Ort geht es nicht

Ein ganz besonderer Dank gilt unserem ghanaischen Projektpartner Mensah Rex.

Mit außergewöhnlicher Ausdauer und großem persönlichen Engagement hat er sich dafür eingesetzt, dass die Krankenhausbetten nach ihrer Ankunft in Ghana endlich aus dem Hafen freigegeben wurden.

Die Abwicklung der Einfuhr und die Freigabe der Container erwiesen sich als enorme Herausforderung. Über nahezu drei Jahre hinweg waren zahlreiche Gespräche, Behördengänge und immer neue Anläufe erforderlich.

Doch Mensah ließ nicht locker. Mit beeindruckender Beharrlichkeit setzte er sich immer wieder dafür ein, dass die dringend benötigten Betten ihren Weg aus dem Hafen zu den Gesundheitseinrichtungen finden konnten.

Dass inzwischen 120 der 180 Betten ausgeliefert werden konnten, ist auch seinem unermüdlichen Einsatz zu verdanken.

Für uns zeigt sich hier besonders eindrucksvoll, wie wichtig zuverlässige und engagierte Partner vor Ort sind. Denn mit der Bereitstellung und Verschiffung der Betten allein ist es nicht getan. Erst wenn die Hilfsgüter tatsächlich bei den Menschen ankommen, die sie benötigen, haben wir unser gemeinsames Ziel erreicht.

Wir danken Mensah Rex von Herzen für seine Beharrlichkeit, seinen persönlichen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Und wir haben allen Grund zur Hoffnung, dass es uns gemeinsam gelingen wird, auch den letzten Container mit den verbleibenden 60 Krankenhausbetten freizubekommen. Nach allem, was wir bisher gemeinsam überwunden haben, sind wir jedenfalls fest entschlossen, auch diese letzte Hürde zu nehmen.

Nachhaltige Hilfe bedeutet mehr als die Lieferung von Betten

Für HITA endet die Unterstützung nicht mit der Übergabe medizinischer Ausstattung. Entscheidend ist, dass die gespendeten Betten möglichst lange und zuverlässig genutzt werden können.

Deshalb wurden technische Mitarbeiter der begünstigten Gesundheitseinrichtungen im Aufbau, in der Bedienung und in der Reparatur der Krankenhausbetten geschult.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Krankenhaustechniker des Holy Family Hospital in Berekum, die auch anderen Einrichtungen der Region als technische Ansprechpartner zur Verfügung stehen sollen. Damit wollen wir erreichen, dass kleinere technische Probleme vor Ort selbstständig behoben werden können und die Betten langfristig einsatzfähig bleiben. Denn nachhaltige Hilfe bedeutet für uns nicht nur, dringend benötigte Ausstattung bereitzustellen, sondern auch das Wissen und die Fähigkeiten zu stärken, um diese dauerhaft nutzen zu können.

Große Freude über die neuen Krankenhausbetten

Sister Reena V. John, Leiterin des Holy Family Hospital in Berekum, würdigte die Unterstützung durch HITA und das große Engagement aller Beteiligten. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung einer sorgfältigen Wartung und Instandhaltung, damit die Betten möglichst lange genutzt werden können.

Gemeinsam für eine bessere Gesundheitsversorgung: Sister Reena und Vertreter des Holy Family Krankenhaus in Berekum, Professor Prudence und Mensah Rex bei der Übergabe der Krankenhausbetten in Berekum

Nachhaltige Hilfe bedeutet mehr als die Lieferung von Betten

Für HITA endet die Unterstützung nicht mit der Übergabe medizinischer Ausstattung. Entscheidend ist, dass die gespendeten Betten möglichst lange und zuverlässig genutzt werden können.

Deshalb wurden technische Mitarbeiter der begünstigten Gesundheitseinrichtungen im Aufbau, in der Bedienung und in der Reparatur der Krankenhausbetten geschult.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Krankenhaustechniker des Holy Family Hospital in Berekum, die auch anderen Einrichtungen der Region als technische Ansprechpartner zur Verfügung stehen sollen. Damit wollen wir erreichen, dass kleinere technische Probleme vor Ort selbstständig behoben werden können und die Betten langfristig einsatzfähig bleiben. Denn nachhaltige Hilfe bedeutet für uns nicht nur, dringend benötigte Ausstattung bereitzustellen, sondern auch das Wissen und die Fähigkeiten zu stärken, um diese dauerhaft nutzen zu können.

Große Freude über die neuen Krankenhausbetten

Sister Reena V. John, Leiterin des Holy Family Hospital in Berekum, würdigte die Unterstützung durch HITA und das große Engagement aller Beteiligten. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung einer sorgfältigen Wartung und Instandhaltung, damit die Betten möglichst lange genutzt werden können.

Die 60 zusätzlichen Krankenhausbetten seien für das Krankenhaus besonders willkommen. Sie tragen dazu bei, die Behandlungsbedingungen für Patienten zu verbessern und gleichzeitig das Pflegepersonal bei seiner täglichen Arbeit zu entlasten.

Die Einrichtung verfügt über rund 300 Betten und befindet sich in der Weiterentwicklung zu einem Lehrkrankenhaus. Eine Verbesserung der medizinischen Ausstattung ist dafür von großer Bedeutung.

Eine Partnerschaft mit weiteren Perspektiven

Die Zusammenarbeit zwischen HITA und dem Holy Family Hospital in Berekum beschränkt sich längst nicht mehr allein auf die Bereitstellung von Krankenhausbetten.

So unterstützen wir auch die Lehrtätigkeit des Krankenhauses durch die Ausstattung eines weiteren Computerlabors. Zusätzliche Computer sollen insbesondere die Durchführung digitaler Prüfungen erleichtern und die Ausbildung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie verbessern.

Darüber hinaus sollen interaktive digitale Großbildschirme künftig die Unterrichts- und Präsentationsmöglichkeiten der Lehrkräfte erheblich verbessern. Für uns ist dies ein weiterer wichtiger Baustein einer langfristigen Zusammenarbeit: Neben der unmittelbaren medizinischen Versorgung möchten wir auch die Ausbildung zukünftiger Gesundheitsfachkräfte stärken. Denn gut ausgebildete Menschen und eine funktionierende technische Infrastruktur sind entscheidende Voraussetzungen für eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitsversorgung.

Engagiert für eine bessere medizinische Versorgung in Ghana: Sister Reena V. John (links), Professorin Prudence Nyaledzigbor (Mitte) und HITA-Projektpartner Mensah Rex (rechts)
Die Freude ist groß: Sister Reena und ihre Kollegen bei der Übergabe der dringend benötigten Krankenhausbetten aus Deutschland.

1Bed4All – 120 Betten angekommen, 60 sollen noch folgen!

Die Übergabe dieser weiteren 60 Krankenhausbetten ist für uns ein besonderer Moment.

Nach nahezu drei Jahren voller Geduld, Rückschlägen und unzähliger Bemühungen sehen wir endlich wieder einen bedeutenden Fortschritt. Inzwischen haben 120 der insgesamt 180 gespendeten Betten ihren Bestimmungsort erreicht.

Hinter jedem dieser Betten steht ein Mensch, der künftig unter besseren Bedingungen behandelt und gepflegt werden kann. Gleichzeitig profitieren die Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, die täglich unter oft schwierigen Bedingungen ihre Arbeit leisten. Unser Dank gilt den St. Vincenz Kliniken in Paderborn und Salzkotten, der Spedition Hartmann International, allen ehrenamtlichen Helfern in Deutschland, unseren Sach- und Geldspendern und insbesondere unseren engagierten Projektpartnern in Ghana.

Noch fehlen 60 Betten. Aber wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben. Gemeinsam mit Mensah Rex und unseren weiteren Partnern werden wir uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass der letzte Container freigegeben wird und die verbleibenden Krankenhausbetten endlich dort ankommen, wo sie so dringend gebraucht werden.

Für HITA ist „1Bed4All“ weit mehr als ein Projekt zur Bereitstellung medizinischer Ausstattung. Es ist ein konkreter Beitrag zu einer menschenwürdigeren Gesundheitsversorgung in Ghana.

Und es zeigt, dass gute Ideen, persönlicher Einsatz, Beharrlichkeit, Geduld und internationale Zusammenarbeit tatsächlich etwas verändern können.

120 Betten haben es geschafft. Jetzt setzen wir alles daran, auch die letzten 60 ans Ziel zu bringen!


Unser Partner, das Holy Family Hospital in Berekum, Bono Region, Ghana wurde 1948 von den Medical Mission Sisters gegründet und ist heute eines der bedeutenden Krankenhäuser der Region. Das katholische Krankenhaus gehört zum Gesundheitsdienst der Diözese Sunyani und übernimmt eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung von Berekum und Umgebung.

Mit rund 300 Krankenhausbetten bietet es ein breites Spektrum medizinischer Leistungen, darunter Innere Medizin, Chirurgie, Geburtshilfe, Gynäkologie, Pädiatrie und Notfallversorgung. Darüber hinaus ist das Krankenhaus ein wichtiges Ausbildungszentrum für Pflegekräfte und Hebammen.

Unter der Leitung von Sister Reena V. John wurde die medizinische Infrastruktur kontinuierlich weiterentwickelt. Das Krankenhaus strebt langfristig die Anerkennung als Lehrkrankenhaus an.

Ein besonderes Anliegen des Holy Family Hospital ist die Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Gesundheitsversorgung, insbesondere auch für sozial benachteiligte Menschen.