01.04.2026, Teil 2: „Va mi du nu“ – „komm‘ essen mit uns“
Vor der Zeremonie zur Unterzeichnung des MOU (Memorandum of Understanding) durften wir vier Lehrkräfte den Fachbereich Home Economics ein weiteres Mal besuchen. Beim Eintritt der Lehrküche bot sich uns ein großartiges Bild: An einzelnen Tischen mit jeweils einem Doppelgasherd arbeiteten Schülerinnen in professioneller blütenweißer Arbeitskleidung mit Haube (kein einziger Fleck war zu sehen!). Es herrschte eine sehr fokussierte, ergebnisorientierte Arbeitsatmosphäre (unfassbar!). Aufgabe war, innerhalb von drei Stunden ein dreigängiges Menü für zwei Personen mit Tischarrangement (exakt ausgerichtet!) und Beschriftung der Speisen zu erstellen.
Im Eingang zur Küche stand ein Tisch voller Lebensmittel, aus dem sich jede Schülerin die Lebensmittel für ihr selbst kreiertes Menü – natürlich wunderschön dekoriert – nehmen konnte. Gerne hätten wir probiert. Der einzige Junge in dieser Lerngruppe stampfte rhythmisch und engagiert Yamswurzel mit einem Holzpfahl für das Nationalgericht Fufu. Eigentlich eine Aufgabe, die traditionell von Frauen ausgeführt wird. Man muss sicher nicht erwähnen, dass es draußen schon bereits sehr heiß war, in der Küche aber herrschte eine für uns kaum zu ertragende Hitze. Wie die Jugendlichen, aber auch die Lehrerinnen, die von 6.30 Uhr bis 16.30 Uhr eine Gruppe nach der anderen in dieser Küche unterrichteten, das aushalten, ist schwer zu begreifen.
Draußen vor der Tür drängelten sich schon Jungen und Mädchen aus dem Handarbeitskurs, die uns unbedingt zeigen wollten, wie schön sie sticken können. Bevor wir uns verabschieden konnten, freuten sie sich über ein Gruppenfoto mit uns.
Nach der feierlichen Unterzeichung zum MOU (siehe Bericht: 01.04.2026: Let’s sign a MOU) fand nachmittags ein weiterer Workshop statt. Dieses Mal sollten ausgewählte Jugendliche die Gelegenheit erhalten, sich zu der geplanten Schulkooperation zu äußern. Die Methode war die gleiche, hatte aber auf Schülerinnen und Schüler angepasste Fragestellungen.
Es war für uns schön zu sehen, dass sich die Schülerinnen und Schüler schnell und gut auf die Methode einließen und anfingen, selbstständig zu arbeiten. Nach der Priorisierung der relevantesten Punkten zu vier vorgegebenen Themen gab es noch die Möglichkeit, im Plenum Fragen zu stellen. Da wurde es richtig lebendig und wir staunten über die intelligenten und neugierigen Fragen der Jugendlichen.
Unabgesprochen bedankte sich am Schluss ein Junge bei dem HITA-Team für die spannende Arbeit und Unterstützung für eine Kooperation ihrer Schule mit einer Schule aus Deutschland. Nach dem Workshop wandten sich noch einzelne Schülerinnen und Schüler mit persönlichen Fragen und Bitten.
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