05.03.2026: Endspurt – oder das Wunder von Preungesheim

Nachdem wir seit Wochen daran gearbeitet haben, den Container vorzubereiten, der am Freitag, den 06.03., auf die Reise nach Ghana gehen soll, war der letzte Abend dazu vorgesehen, die 23 vorbereiteten Paletten in den Eingangsbereich unserer Partnerschule der Carlo-Mierendorff-Schule (CMS) in Frankfurt-Preungesheim zu schaffen. Diese mussten am Freitag früh – zwischen 7.00 und Unterrichtsbeginn – nach draußen auf den Schulhof geschafft werden, um dann um 14.00 Uhr in den Container verladen zu werden.

Gegen 17:30 Uhr traf sich unsere Kerngruppe mit viel Elan. Es waren ja „nur“ 4 vollgepackte Paletten mit jeweils ca. 40-50 gepackten Bananenkisten mit dem Aufzug von unserem Projektraumraum nach unten und 19 vollgepackte Paletten vom Lagerraum im Keller mit dem Aufzug nach oben zu bringen.

Was könnten die Schwachstellen unseres Plans sein?

  • Die Paletten passen nicht in den Aufzug, weil sie zu hoch verpackt wurden?
  • Die Paletten sind zu schwer für die Kapazität des Aufzugs?
  • Der vollbepackte Hubwagen kann die kleine Schwelle zum Aufzug nicht überwinden?
Das Helferteam aus dem Nichts (nicht auf dem Bild sind Eugenia, Reinhard, Rade und Youssef)

Nein, das hatten wir alles berücksichtigt: Maximalmaße und Maximalgewicht hatten wir berücksichtigt, auch an die kleine Schwelle in den Aufzug hatten wir gedacht. Was wir nicht berücksichtigt hatten, war, dass der Aufzug eine Sicherheitsautomatik eingebaut hatte, die ihn blockiert, wenn die Aufzugstüre zehnmal nicht automatisch zugehen kann, weil beispielsweise ein Hindernis im Weg ist. Genau das war passiert. Der Aufzug war blockiert und funktionierte nicht mehr. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt noch genau 12 Stunden, bis die Paletten morgens um 7.00 Uhr – wie oben schon beschrieben – im Eingangsbereich stehen mussten. Der absolute „worst case“, unser „Super-GAU“ (Größter anzunehmender Unfall) war eingetreten. Der Aufzug war blockiert!

Was dann passierte, grenzt an ein Wunder – ein großes Wunder! Kerstin, unsere tolle Cheforganisatorin war verschwunden. Sie fing an zu organisieren, während wir versuchten den Notdienst des Aufzugshersteller zu kontaktieren, um den Aufzug wieder in Gang zu bringen. Parallel dazu fingen wir an, unsere mühsam fertig gepackten und folierten Paletten zu „öffnen“ und die einzelnen Kisten von Hand über das Treppenhaus in den Eingangsbereich zu transportieren.

Nachhaltig verpackte IT-Komponenten
19 gepackte Paletten in „unserem“ Lager im Keller der Carlo-Mierendorff-Schule

Dann ging es Schlag auf Schlag: Plötzlich waren Vincent, August und Ilya da. Dann kamen immer mehr Helfer. Kerstin hatte Freunde und Bekannte angerufen. Sie fuhr im Norden von Frankfurt herum und brachte einfach immer mehr Menschen an die CMS. Unglaublich! Am Ende waren es 20 Personen, die uns halfen, die Kisten in den Eingangsbereich der Schule zu bringen. Daniel, Caro und Claus übernahmen das erneute Palettenpacken und Folieren, während alle anderen mit dem Transport der Einzelkisten beschäftigt waren. Irgendwann kam dann der Notdienst und mittels eines einzigen Knopfdrucks war der Aufzug wieder fahrbereit. Von da an ging es schnell. Um 23.00 Uhr waren wir soweit: alle Paletten standen im Eingangsbereich bereit, um am nächsten Morgen in den Schulhof gebracht zu werden.

Wir vom Kernteam (Caro, Claus, Daniel, Eugenia, Kerstin, Petra, Thomas) wollen Euch an dieser Stelle einfach nur DANKE sagen. Danke Antje, Dörte, Karem, Ilja, Karsten, Leopold, Mirjam, Rade, Reinhard, Till, Ulli, Vincent und Youssef! Ohne Euch hätten wir das Wunder nicht geschafft!

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