06.04.2026: Sport- und Spielfest zu Ostern an der Awudome Senior High School
Das war wirklich nichts für schwache Nerven. Das mit Gas betriebene Taxi nach Tsito konnte zwar noch fahren, war aber wirklich ziemlich heruntergekommen. Wir waren froh, als wir in der Awudome Senior High School zum Fest heil ankamen. Dort wurden wir gleich von Harmony, einer der Assistentinnen der Schulleiterin Ernestina, herzlich empfangen, mit der wir dann zum Fußballspiel zum großen Sportplatz gingen. Dort feuerten wir mit den Fans die beiden Mädchenmannschaften an. Im Hintergrund lief Musik, während ein „Reporter“ das Spiel kommentierte. Neben dem obligatorischen kühlen Wasser bekamen wir leckeres Popcorn und einen guten Sitzplatz zum Gucken. Parallel dazu spielten andere Basketball oder trainierten Pritschen mit einem Volleyball in einer großen Gruppe im Kreis.
Im Anschluss bereiteten viele Hände Tische und Stühle für das gemeinsame Picknick auf dem großen Eingangsplatz der Schule vor. Für uns ist es immer wieder erstaunlich zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit und Freude die Menschen hier gemeinsam agieren. Von allen – auch von uns – heiß begehrt wurden an einem Stand gekühlte selbstgemachte Säfte angeboten. Besonders lecker war Sobolo, ein knallroter Saft aus Hibiskusfrüchten, Ananas, Ingwer und Orangen. Sehr lecker und bestimmt auch gesund. Nach dem Dinner ging es wieder runter zum Volleyballplatz, wo dann das Spiel Lehrkräfte gegen Lernende stattfand. Die Stimmung der Zuschauer und sportliche Qualität des Matches waren einfach gut. Trotz dem die Schüler sich einen großen Vorsprung erspielt hatten, konnten sie den Sack nicht zumachen und verloren am Ende knapp das Spiel.
Danach ging es weiter mit den „Indoor-Spielen“, die hier draußen stattfanden. Es wurden neue Karten an einer langen Bank ausgeteilt. Die jeweiligen Gegner saßen sich gegenüber und die Spielstände wurden an einer Tafel notiert. Natürlich durften wir mitspielen. Die Schulleiterin zockte enthusiastisch mit, was die Zuschauer begeistert verfolgten und beide Seiten anfeuerten.
Außerdem gab es noch: Sackhüpfen über eine wirklich lange Strecke, „Buffalo-Schnappen“ (kugelige süße Brötchen) – eine ghanaische Variante von Brezelschnappen -, Mensch ärgere dich nicht mit vier gut aussehenden Frauen als Design für der Haus der Spielsteine, Fufu mit Soße-Wettessen und das afrikanische Brettspiel Kalaha. Offensichtlich hatten alle Beteiligten oder Zuschauenden großen Spaß, es herrschte eine entspannte freudvolle Stimmung.
Als es dunkel wurde und die ersten Trommelklänge erklangen, fingen die Schülerinnen und Schüler sofort an, ausgelassen zu tanzen. Immer wieder umkreisten sie polonäseartig die Band und sangen laut mit. Dieser Tanz wird Borborbor genannt und schien kein Ende zu nehmen. Die Energie der tanzenden Teenager war spürbar.
Amos, ein Mitglied des Schoolboards, brachte uns inklusive dreier großer Flaschen Sobolo und einer Tüte Plantainchips (Kochbananen) sicher ins Hotel.
Was für ein Glück, ein solches Fest miterleben zu dürfen.
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