20.04.2026: Bewegung im Hafen von Tema

Gleich vorweg: Wir haben nichts Schlimmes angestellt. Unser Besuch bei der zentralen Ermittlungsbehörde der Polizei für den Containerhafen hängt mit unserem früheren Container zusammen. Vor rund 3 Jahren haben wir 180 hochwertige Krankenhausbetten auf die Reise nach Ghana geschickt, um das „no-bed-syndrom“ zu verringern. Leider sind nach wie vor nicht alle Betten bei den Bedürftigen angekommen, da versucht wurde, diese Container umzuleiten.

Es läuft inzwischen ein Strafverfahren gegen die damals Beteiligten. Leider zieht es sich damit hin, dass die verbleibenden Container endlich aus dem Hafen freigegeben werden.

Aber nun von vorne: Heute früh erreicht uns die Nachricht, dass das Containerschiff „Venetia“ im Hafen von Tema angelegt hat. Das bedeutet, dass nun das Löschen, also das Abladen der Container, beginnen kann. Wie lange „unser“ Container noch benötigt, bis wir ihn in Empfang nehmen können, wissen wir leider noch immer nicht. Es ist zermürbend. Wir stehen parat, um die Verteilung der Computer und sonstigen Güter vorzunehmen. Gleichzeitig rast die Zeit. Am Wochenende startet der Flieger in Richtung Deutschland. Das ist unsere Deadline. So gerne würden wir bis dahin noch die Installation mehrerer HITA-Computer-Labs begleiten.

Viel Verkehr ist auf der Straße in Richtung des Containerhafens in Tema. Unser lokaler Logistikpartner Rex Mensah hat die Löschung unserer Container stets im Blick.

Unabhängig davon hat unser lokaler Logistikpartner Rex Mensah heute einen Termin im Polizeipräsidium des Hafenbezirks organisiert. Wir hatten die Möglichkeit, vom leitenden Ermittler und seinem Mitarbeiter, den aktuellen Stand des Verfahrens dargestellt zu bekommen. Unsere Ungeduld konnte der Ermittler verstehen. Jedoch laufen die Uhren und Prozesse in Ghana etwas anders. Es sei (leider) keine außergewöhnliche Verfahrensdauer, mit der wir es hier zu tun hätten. Ebenso wie Rex Mensah ist er sehr optimistisch, dass sich das Blatt sehr kurzfristig zum Guten wendet und die Betten aus den verbleibenden zwei Containern bald ihren Bestimmungsort erreichen würden.

Daniel beim Treffen mit der Leiter der Strafverfolgungsbehörde für das Gebiet des Containerhafens in Tema
Container in Sicht. Sven versucht, "unseren" Container mit der Kamera einzufangen.

Wir nutzen die Zeit, um das Hafengebiet noch etwa zu erkunden. Leider konnten wir aus der Ferne weder unseren Container, noch das Containerschiff identifizieren, auf das wir aktuell so dringend warten. Durch viele unglückliche Umstände ist die aktuelle Lieferung bereits rund vier Wochen verspätet (wir berichteten). Es bleibt spannend.

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